WealthTalks ist ein Forschungsprojekt, in wem wir untersuchen, wie Menschen im Alltag über Vermögensunterschiede sprechen
Die Bevölkerung ist gegen all zu große Wohlstandsgefälle. Dennoch steht sie Maßnahmen, die die Kluft zwischen Arm und Reich verringern könnten, eher skeptisch gegenüber. Wir glauben, dass Alltagsgespräche eine entscheidende Rolle dafür spielen, welche Meinungen Menschen über Vermögen und Ungleichheit haben.
In WealthTalks beschreiben wir, wie Menschen online und offline über diese Themen sprechen. Wir untersuchen, wie sich die Gespräche je nach Gesprächspartnern, Situationen und Ländern unterscheiden. Schließlich testen wir, inwieweit Gespräche Überzeugungen und Einstellungen verändern können.
Mit finanzieller Unterstützung der Volkswagen Stiftung sammeln wir Daten in fünf Ländern: Botswana, Brasilien, Südafrika, Deutschland und den USA. So kombinieren wir Perspektiven aus dem globalen Süden und Norden und aus Gesellschaften, in denen Ungleichheit mehr oder weniger sichtbar mit ethnischen Zugehörigkeit verknüpft ist.
Wir kombinieren verschiedene, sozialwissenschaftliche Methoden: Wir analysieren Diskussionen auf Reddit, wir organisieren Fokusgruppen, wir initiieren Kurzgespräche an öffentlichen Orten, und wir führen Online-Experimente durch.
WealthTalks ist ein Grundlagenforschung, aber mit einem transformativen Anspruch: Wir wollen die argumentative Fallen und Sackgassen identifizieren, die es uns schwer machen, über akzeptable Niveaus der Vermögensungleichheit zu diskutieren.